Kurzantwort: Feuchttücher lösen sich im Gegensatz zu Toilettenpapier nicht im Wasser auf - sie verknäulen sich im Rohr zu einem festen Pfropfen. Entfernen Sie die Verstopfung mit dem Sauger oder der Spirale, und entsorgen Sie Feuchttücher künftig im Mülleimer.
Warum sind Feuchttücher so problematisch?
Toilettenpapier ist so hergestellt, dass es sich nach wenigen Sekunden im Wasser auflöst. Feuchttücher bestehen dagegen aus reißfesten Kunstfasern oder Zellulosevliesen mit Kunststoffverstärkung. Im Rohr bleiben sie als intaktes Tuch erhalten, verhaken sich an rauen Stellen und verfilzen mit Haaren, Fett und anderen Ablagerungen. Das Ergebnis ist ein zäher, schwer lösbarer Pfropfen - oft weit hinter dem Siphon, wo keine Haushaltsmittel mehr wirken.
Auch mit "flushable" gekennzeichnete Tücher sind ein Problem
Viele Produkte tragen den Hinweis "für die Toilette geeignet". Tests von Verbraucherschutzorganisationen zeigen jedoch, dass sich diese Tücher im Rohr kaum schneller auflösen als normale Feuchttücher. Verlassen Sie sich nicht auf diese Kennzeichnung.
Anzeichen für eine Feuchttuch-Verstopfung
- Toilette läuft nach dem Spülen sehr langsam ab
- Gurgelnde Geräusche aus Abflüssen im Haus
- Bei Mehrparteienhäusern: gleichzeitig mehrere Wohnungen betroffen
- Wiederholte Verstopfungen an derselben Stelle
Was Sie selbst tun können
- Saugglocke (Pömpel): Decken Sie den Überlauf ab und setzen Sie die Saugglocke auf. Kräftige Druckstöße können lockere Verstopfungen lösen.
- Rohrreinigungsspirale: Eine flexible Handspiral schraubt sich bis zu 5 Meter ins Rohr und hakt sich in den Pfropfen ein. Drehen und ziehen - oft kommen mehrere Tücher auf einmal heraus.
- Kochendes Wasser + Spülmittel: Nur wirksam, wenn Fett mitbeteiligt ist und die Verstopfung noch weich ist. Bei reinen Feuchttuchpfropfen kaum hilfreich.
Wann der Fachmann muss
Wenn die Spirale nicht durchkommt oder der Pfropfen tiefer in der Hauptleitung sitzt, ist eine Rohrreinigungsfirma in Gelsenkirchen die richtige Adresse. Mit der Hochdruckdüse lassen sich auch hartnäckige Faserverstopfungen lösen, ohne das Rohr zu beschädigen.
Richtige Entsorgung - so beugen Sie vor
- Feuchttücher jeder Art gehören in den Restmülleimer - nicht in die Toilette
- Wattepads, Wattestäbchen, Pflaster und Hygieneartikel ebenfalls
- Stellen Sie einen kleinen Mülleimer neben die Toilette - das senkt die Hemmschwelle
- Informieren Sie Kinder und Gäste über die richtige Entsorgung
Eine einzige Änderung der Gewohnheit spart Ihnen in Gelsenkirchen teure Notfalleinsätze und schützt die städtische Kanalisation vor unnötiger Belastung.