Abflüsse lassen sich sehr gut ohne aggressive Chemikalien reinigen. Hausmittel wie Natron, Essig und heißes Wasser sind in vielen Fällen genauso wirksam - und schonen Rohre, Dichtungen und die Umwelt.
Warum auf Chemie verzichten?
Chemische Rohrreiniger enthalten Laugen oder Säuren, die Dichtungen angreifen und ältere Rohre schädigen können. Gerade in Gelsenkirchener Altbauten mit alten Blei- oder Gussleitungen sollte man vorsichtig sein. Zudem gelangen die Wirkstoffe ins Abwasser und belasten die Umwelt.
Natron und Essig - der Klassiker
- Eine halbe Tasse Natron (Backpulver geht auch, ist aber schwächer) in den trockenen Abfluss schütten.
- Direkt danach eine halbe Tasse Essig oder Essigessenz dazugeben.
- Es schäumt - das ist gewollt. Den Abfluss kurz abdecken (z. B. mit einem feuchten Tuch), damit der Druck im Rohr bleibt.
- 15 bis 20 Minuten warten, dann mit reichlich heißem Wasser nachspülen.
Diese Methode löst Fett, Seifenreste und leichte Kalkablagerungen. Sie eignet sich als monatliche Vorbeugemaßnahme und bei leichten Verstopfungen.
Heißes Wasser und Spülmittel
Bei Fettablagerungen in der Küchenleitung hilft oft schon folgendes: Einen großen Topf Wasser aufkochen (bei Kunststoffrohren nur auf ca. 60 bis 70 Grad abkühlen lassen), einen Schuss Spülmittel dazugeben und langsam in den Abfluss gießen. Das Fett löst sich und fließt ab.
Mechanische Methoden ohne Chemie
- Abflusshaken oder Haarzieher: Für Haare und Seifenpfropfen in Dusche und Waschbecken - einfach einführen und die Ablagerungen herausziehen.
- Saugglocke (Pümpel): Druckunterschied löst festsitzende Verstopfungen, ganz ohne Chemie.
- Siphon ausbauen und manuell reinigen: Siphon abschrauben, unter fließendem Wasser ausbürsten - der gründlichste Weg.
Vorbeugung ist die beste Reinigung
Haarsiebe in Dusche und Badewanne einsetzten und regelmäßig leeren. Fettige Pfannen nicht direkt in die Küchenspüle entleeren. Kaffeesatz und Speisereste gehören nicht in den Abfluss. Mit diesen einfachen Gewohnheiten bleiben Abflüsse in Gelsenkirchener Haushalten deutlich länger frei.
Häufige Fragen
Hilft Backpulver statt Natron?
Backpulver enthält ebenfalls Natron, jedoch in geringerer Konzentration (mit Weinsäure und Stärke gemischt). Es funktioniert, aber reines Natron (Natriumhydrogencarbonat) aus dem Drogeriemarkt ist effektiver und günstiger.
Wie oft sollte ich den Abfluss mit Hausmitteln behandeln?
Als Vorbeugung reicht eine Behandlung mit Natron und Essig einmal im Monat. Bei Anzeichen einer beginnenden Verstopfung sofort handeln - je früher, desto einfacher die Lösung.
Was tun, wenn Hausmittel nicht helfen?
Wenn nach zwei bis drei Versuchen keine Verbesserung eintritt, liegt die Verstopfung wahrscheinlich tiefer im Rohr. Dann ist eine mechanische Reinigung mit Spirale oder die Hilfe eines Rohrreinigungsbetriebs in Gelsenkirchen empfehlenswert.